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Der Auftakt einer Serienmörderin (26.08.1808)

Daten:

Autor: balou
Eingestellt am: 10.02.2008 - 22:31:22 Uhr
Persönlicher Bezug: -
Typ: Einzelmord
Mordart: Vergiftet
Mordort: Kasendorf
Realitätsbezug: Realer Mord
Täter gefasst: Ja
Altersgruppe des Opfers: 46-55 Jahre
Geschlecht des Opfers: Weiblich
Mord ID: 103


Der Auftakt einer Serienmörderin (26.08.1808)

In Kasendorf bei Bayreuth begann die zweifelhafte Karriere einer Frau, die später als Serienmörderin in Deutschland berühmt werden sollte. Anna Margaretha Zwanziger, auch bekannt unter den Namen Anna oder Nannette Schönleben (ihr Geburtsname) vergiftete dort die Ehefrau des Justizamtmanns Glaser mit "Mückenstein" - grauem Arsen. Dies bildete den Auftakt zu einer Reihe von weiteren Morden.

Zur Person aus der deutschen Wikipedia:
Anna Margaretha Zwanziger (* 7. August 1760 in Nürnberg als Anna Margaretha Schönleben; gest. 17. September 1811 ebendort) war eine deutsche Serienmörderin.

Leben

Ihr Gatte, ein Notar, starb 1796 an Alkoholmissbrauch und ließ sie mittellos zurück. Um ihre beiden Kinder ernähren zu können, nahm sie 1808 eine Stelle als Haushälterin bei einem Justizangestellten namens Glaser an. Am 26. August des Jahres 1808 vergiftete sie die Hausherrin mit Arsen. Niemand schöpfte Verdacht. Als Motiv für die Tat wird angenommen, dass sich die Haushälterin erhofft habe, ihren Dienstgeber ehelichen und an die Stelle der ermordeten Hausherrin treten zu können. Dieser Plan scheiterte jedoch, so dass sie es vorzog, die Stelle zu wechseln.

Ihr nächster Arbeitgeber war ebenfalls ein Justizangestellter namens Grohmann. Der Junggeselle neigte zwar ohnehin zum Kränkeln, starb aber am 8. Mai 1809 nach kurzer und heftiger Krankheit, die alle Anzeichen einer Arsenvergiftung aufwies. Kurz zuvor waren seine Heiratspläne mit einer anderen Frau bekannt geworden, obwohl sich Frau Zwanziger auch diesmal wieder Hoffnungen auf eine Ehe mit dem Dienstherrn gemacht hatte. Wieder fiel kein Verdacht auf sie, obwohl sie ihre Zuneigung zuvor öffentlich bekundet hatte.

Bei ihrem nächsten Dienstherrn, dem Richter Gebhard, starb am 20. Mai 1809 dessen Frau im Wochenbett. Vor ihrem Tod äußerte sie noch den Verdacht, vergiftet worden zu sein. Auch Gebhard selbst sowie zahlreiche Besucher und Dienstboten, insgesamt zehn Personen, erkrankten. Daraufhin erhielt Zwanziger die Kündigung.

Doch erst als dann noch zwei Mägde sowie das jüngste Kind der Familie erkrankten, unterzog man die Lebensmittel in einer Apotheke einer Analyse. Gefunden wurden große Mengen Arsen in den Salzvorräten. Dies führte schließlich zur Exhumierung der bisherigen Opfer, die alle schon durch äußerliche Anzeichen als Arsenopfer zu erkennen waren. Bei ihrer Festnahme hatte Zwanziger größere Mengen des Giftes bei sich. Sie gab allerdings vor, keinen Tötungsvorsatz gehabt zu haben und behauptete, dass sie ihre Opfer nur habe "krank machen" wollen. Im Juli 1811 erging dennoch ihr Todesurteil, sie wurde am 17. September 1811 enthauptet.

Qualität des Beitrags:

Bewertung: 3.0 (84 Benutzer)



Quelle: Wikipedia.de
Weitere Angaben: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anna_Margaretha_Zwanziger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 
Tags: Arsen M?ckenstein Anna Margaretha Zwanziger Nannette Sch?nleben Anna Sch?nleben

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