Vermeintlicher "Ehrenmord" am Berliner Tor (15.05.2008)
Verzweifelt kämpfen die Notärzte um das Leben der jungen Frau - vergeblich. Auf einem Parkplatz in der Nähe der S-Bahnstation Berliner Tor erliegt die 16-jährige Deutsch-Afghanin ihren schweren Verletzungen. Zwanzig Mal hatte ihr Bruder kurz zuvor mit einem Messer auf sie eingestochen. Ihre lauten Schreie hatten kurz nach Mitternacht Nachbarn und jungendliche Passanten auf das Verbrechen aufmerksam gemacht. Der Täter konnte zunächst fliehen, wurde aber kurze Zeit später von der Polizei in Hohenfelde gestellt. Tatmotiv des 23-jährigen war seine Ablehnung gegenüber der Lebensweise seiner Schwester. In den letzten Jahren hatte sie sich verstärkt von der Familie abgewandt und ihr Leben selbstbewusst und emanzipiert in die eigene Hand genommen. Schon zuvor hatte er sie deswegen teilweise schwer misshandelt.
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