Tenille Cole, schwarz und minderjährig hat eine Menge Seiten, die man von der Tochter eines Londoner Top-Gangsters nicht erwartet hätte: So liebt sie Bücher und die Gedichte von William Wordsworth, dem großen britischen Romantiker. Und so seltsam es klingen mag - aus genau diesem Grunde bricht Tenille in Keswick in das Haus von Eddie Fairfield ein, auf der Suche nach verloren gegangenen Manuskripten des Dichters.
Doch was sie da sieht, ist nicht die hohe Kunst des Dichtens, sondern die niedere Kunst des Mordens. Denn ausser ihr ist noch jemand auf der Suche nach den alten Schriftstückn, und der scheut auch auch nicht vor einem Mord an Eddie Fairfield oder seinen Verwandten zurück.
"Das Moor des Vergessens" von Val McDermid ist ein wunderbar fesselnder Krimi, der inhaltlich packend den Bogen von der Meuterei auf der Bounty hin zu Wordsworth spannt, und dabei ganz nebenbei ein kleines Lehrstück über Verrat und akademische Eitelkeiten bietet.